Das alte Ägypten und seine Sitten

14.11.2011
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Genauso wie auch schon die Nordmänner ihre Runen dazu gebrauchten, ihre Existenz für die Nachwelt aufzuzeichnen und um ihre Rivalen zu verhexen, so ließen auch die alten Ägypter ihrer Hieroglyphenschrift eine wichtige Aufgabe zukommen. Zahlreiche reicher Menschen verfassten ihre eigenen Autobiografien auf dem Papyrus oder in ihren Grabwänden. Nach dem ägyptischen Glauben gab es ein Leben nach dem Tod. Nach dem Tod tritt die Seele des verstorbenen eine lange Reise an, die entweder im Reich des Osiris oder bei der Göttin Ammit enden würde. Diese Totenreise war aber nur möglich solange der Körper erhalten blieb. Ohne Körper kann kein Geist existieren und ohne Geist ist der Leib nur eine leblose Hülle. Um den Verwesungsprozess des Leichnams zu stoppen, entwickelten die Ägypter eine außergewöhnliche Verfahrenweise die Mumifizierung genannt wurde. Nur die gut betuchten Bürger konnten sich diesen langwierigen Prozess einer kompletten Mumifizierung leisten. Jene die das Geld aber aufbringen konnten liefen große Gefahr, in ihrer Totenruhe von Grabräubern gestörrt zu werden. In der Regel konnten nur die armen Ägypter hoffen von den Grabräubern verschont zu bleiben. Oftmals standen die Grabräuber in enger Beziehung mit dem Geschäft des Todes So konnten unter anderem Totengräber während ihrer Ausgrabungen auf alte Grabkammern stoßen und diese dann plündern.Die Bestatter gehörten zu den letzten Menschen, die eine Mumie verabschiedeten, der Verdacht liegt nahe, dass sie versuchten, sich an den Grabbeigaben zu bereichern. Die Ägypter bestatteten nicht nur die Menschen sondern auch Tiere nach den Bräuchen der Mumifizierung. Es kam sogar vor das dass tote Tier mit in das Grabgewölbe des Toten gelegt und hatte die Aufgabe als Nahrung zu dienen oder es handelte sich um ein Haustier. Da die Mumifizerung sehr kostspielig war wurden meist nur heilige Tiere mit dieser Art der Beisetzung geehrt. Sie wurden nach allen Formen der Bestattungsriten in die Unterwelt befördert. Diese Tiere wurden mumifiziert, weil sie entweder als gottgleiche Wesen angesehen oder als Opfergabe für die Götter dargebracht wurden. Einige der Tiere wurden auch auf von Priestern geweihten Tierfriedhöfen beerdigt.


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